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Wissenswertes über Daunen, deren Einsatz und Verarbeitung

Bettdecken mit Daunen-Füllungen sind traditionell am beliebtesten. Daunendecken sind besonders weich mit einem unvergleichbaren Kuscheleffekt. Bettdecken mit hochwertigen Daunen-Füllungen gewährleisten mit wenig Füllgewicht eine hohe Wärmehaltung und gute Atmungsaktivität. Oft werden Daunendecken mit Federbetten aus früheren Zeiten verwechselt. Brauchte man bei Federbetten noch ein Füllgewicht von bis zu 4000 Gramm, genügen bei sehr guten Daunen-Qualitäten schon 500 Gramm Füllgewicht, um eine sehr hohe Wärmeleistung zu erreichen. Man unterscheidet Gänse- und Entendaunen. Für beide Arten gilt, um so großflockiger die Daunen (Mauserdaunen), um sobesser die Qualität. Es ist durchaus möglich, daß ein Bett mit 500 Gramm extrem großflockigen Daunen genau so viel Volumen und Wärmerückhaltevermögen besitzt, wie eine Daunendecke mit 1400 Gramm kleinflockiger Daunenqualität. Außer der Daunenqualität spielt auch das Mischungsverhältnis von Daunen und Federn eine Rolle. Da Federn nicht annähernd das Bauschvolumen wie Daunen besitzen, erhöht sich das Füllgewicht, um so höher der Federnanteil in der Decke ist. Heutzutage nimmt der Anteil von Daunendecken mit 100 % Daunen-Füllung immer mehr zu. Ebenso ist der Anteil von Daunendeckenmit dem Mischungsverhältnis von 90 % Daunen und 10 & Federn sehr hoch. Anders verhält es sich bei Kissen. Um einen optimalen Stützeffekt zu erhalten, ist ein Federanteil im Mischungsverhältnis von Nöten. Dabei gilt; um so schwerer und größer der Schläfer, um so höher der Federanteil. Ob Daunenbetten oder Kissen. Wichtig ist immer die Qualität der verfüllten Daunen und Federn! Seit dem 1. Januar 2000 gilt für die Kennzeichnung von Daunen- und Federfüllungen eine neue DIN-Norm.

Hier die wichtigsten Merkmale:

Das Wort "neu" früher "Original" kennzeichnet bislang unbenutztes Füllmaterial.

Mit Klasse 1 werden Füllungen bezeichnet, die nicht mehr als 9 % Federflug und 5 % Daunenflug enthalten.

Das Wort "rein" sagt nichts mehr über den Daunengehalt aus, sondern kennzeichnet die Tierart. Z.B. 100 % reine Gänsedaune. Hier sind 100 % Gänsedaunen verfüllt und kein Anteil an Entendaunen enthalten.

Neu geregelt ist auch, daß der Anteil an Daunen / Federn direkt in Prozentzahlen angegeben wird.

Frühere Kennzeichnung heutige Kennzeichnung:

Reine Daune: 100 % Daunen
Daunen: 90 % Daunen, 10 % Federn
Fedrige Daunen: 50 % Daunen, 50 % Federn
Dreivierteldaunen: 70 % Federn, 30 % Daunen
Halbdaunen: 85 % Federn, 15 % Daunen
Rupf: 100 % Federn

Alle neuen Angaben beziehen sich auf den Gewichtsanteil. Die alten Angaben bezogen sich auf den Volumenanteil der Daunen, was oft zu Mißverständnissen führte. Daunenbetten gibt es als Sommerdecken, Übergangsdecken und Winterbetten. Da Daunen und Federn lose Füllmaterialien sind, ist die Verarbeitung des Bezuges, man sagt auch Einschütteoder Duvet wichtig. Durchgesetzt hat sich das Kassettenbett. Je nach Deckengröße von 4x6 Karos bis 8x12 Karos. Um Kältezonen bei Winterbetten zu vermeiden, sind Stege eingearbeitet. Das heißt, die Nähte des Bezuges sind nicht durchgesteppt. Man nennt diese Stege "Innenstege". Diese können von 2 cm bis 10 cm hoch sein. Die Nähte bei Sommer- und Übergangsdaunendecken sind hingegen durchgesteppt. Daunendecken und Kissen sind grundsätlich 60 °C waschbar. Wobei ein Trocknen im Wäschetrockner zwingend notwendig ist.


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